Aufführung im Barlachtheater am 3. Juni 2012

Aus SVZ vom 4. Juni 2012:

Plädoyer für Liebe und Menschlichkeit

Um 16.45 Uhr war es vollbracht! Mit einem Plädoyer für die Liebe und die Menschlichkeit endete das Pop-Oratorium "Die zehn Gebote" von Dieter Falk und Michael Kunze, das Darsteller aus Laage, Güstrow und Rostock unter der Leitung von Thomas Kretschmann, Pastor der Christophorus-Kirchgemeinde Laage, eingeübt hatten. Der Applaus im restlos ausverkauften Ernst-Barlach-Theater wollte kein Ende nehmen. Am Schluss hatten sich fast alle Besucher zum Standing Ovation erhoben. Das Publikum dankte einem aus über 80 Mitwirkenden bestehenden Ensemble, dem man die Spielfreude über die gesamten eineinhalb Stunden angemerkt hatte. Und dem es gelang, die Botschaft des Stückes - "Du sollst lieben/Liebe ist das Gebot/Liebe allein/schließt alle ein" - in die Herzen der Zuschauer zu singen.

Nach dem Erfolg des Musicals "Der verlorene Sohn" vor zwei Jahren hatten Glieder der Laager Kirchgemeinde den Pastor gedrängt, doch ein ähnliches Projekt in Angriff zu nehmen. "Es hatte so viel Freude gemacht, da wollten wir einfach weitermachen", erinnert sich Jutta Schulz. Kretschmann schaute nach und fand ein noch recht junges Stück. "Die zehn Gebote" hatte in riesengroßer Besetzung seine Welturaufführung 2010 im Rahmen der Ruhr-Festspiele erlebt. "Ich habe mich für dieses Stück entschieden, weil es viel darüber aussagt, wie wir miteinander leben sollten. Wenn alle Menschen nach den zehn Geboten handeln würden, sähe unsere Welt besser aus", erklärte Kretschmann. Die Gebote seien ja nicht nur für Christen geschaffen worden, sondern sollten für alle Menschen Gültigkeit haben. So fiel es ihm leicht, nicht nur Mitwirkende aus seiner Kirchgemeinde zu gewinnen, sondern auch konfessionslose Menschen für das Projekt zu begeistern. Nebenbei vermittelte das mit eingängigen Songs versetzte Oratorium ein Stück biblischer Geschichte: den Auszug des unterdrückten, aber auserwählten Volkes Israel aus Ägypten, die qualvolle Wanderung durch die Wüste bis hin zu der Übergabe der zehn Gebote an Moses.

Die Premiere im Güstrower Theater hatte mit einer zehnminütigen Verspätung begonnen. Grund war der große Andrang nach Karten. "Wir mussten leider 70, 80 Leute nach Hause schicken. Mit einem solchen Andrang hatten wir nicht gerechnet", sagte Alfons Hütten vom Organisationsteam. Wer das Oratorium sehen möchte, sollte sich die weiteren Aufführungstermine am 10. Juni um 17 Uhr im Zirkus Fantasia in Rostock oder am 17. Juni um 16.00 Uhr in der Laager Kirche notieren. (Christian Menzel)

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